Braun-/Schwarzgurtlehrgang 2012
Freitag, den 27. Januar 2012 um 06:07 Uhr

Braun-/Schwarzgurtlehrgang 2012Am Wochenende 21./22.01.2012 fand in Leipzig als Auftakt des Trainingsjahres traditionell der Braun-Schwarz-Gurt Lehrgang statt. Zu diesem Anlass fanden sich über 60 Karateka in Leipzig ein. Wie immer fand dieser Lehrgang in einer gelösten Atmosphäre statt. In vielen Randgesprächen wurden zwischen den Teilnehmern Informationen ausgetauscht, vor allem hinsichtlich der Durchführung von Lehrgängen und Wettkämpfen.


Dieser Lehrgang eröffnet nicht nur den Lehrgangsbetrieb des Jahres. Auf ihm werden auch die Schwerpunkte für das Training in diesem Jahr gesetzt. Er ist daher ein Muss für Dojo-Leiter und Trainer und Wettkämpfer.
Wie auch schon im letzten Jahr stand er ganz im Zeichen der Ausbildung der Kampfrichter. Unter der Anleitung von Shihan Akio Nagai (8. Dan), unterstützt von Sensei Eugen Landgraf (7. Dan), Sensei Reinhard Nawe (6. Dan) und Sensei Antonio Ceferino (6. Dan), drei erfahrenen Trainern, Wettkämpfern und Kampfrichtern, konnten sich die anwesenden Schwarzgurte als Kampfrichter erproben und von den Erfahrungen der Ausbilder profitieren. Dabei wurden nicht nur die Kommandos und Wettkampfregeln vermittelt und geübt. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Bewertung von Kampfsituationen, Techniken und Treffern gelegt. Besonders interessant waren die am Sonntag durchgeführten „Kata-Wettkämpfe“. Hier bot sich eine Gelegenheit, herauszuarbeiten, welchen Unterschiede in den Vorführungen Fehler zugrunde liegen und was nur unterschiedliche technische Ausführungen sind. Weiter waren die Übungen zur Bewertung nach Punkten sehr interessant und lehrreich.

 


Kata auf dem Braun-/SchwarzgurtlehrgangAber auch für die „Wettkämpfer“ bot dieser Lehrgang einiges. Während man in einem richtigen Wettkampf nach einer Niederlage „raus“ ist, konnte man hier erfahren, warum der Gegner, gerade in Kata, „weiter kam“. Und man konnte dieses Wissen unmittelbar danach einem zweiten (dritten, vierten …) Versuch umsetzen. Jeder konnte so oft starten, wie er wollte. Bei jedem Durchgang konnte er etwas anderes ausprobieren und wurde über die Kampfrichter und vor allem die anleitenden Sensei korrigiert. Einfach grandios! So wurden die 4 ½ Stunden Training am Samstag und 2 ½ Stunden am Sonntag keinem Teilnehmer zu lang.

Am Samstagabend trafen wir uns dann alle in unserer „Stammkneipe“ in Leipzig, dem Bayerischen Bahnhof, wo wir mittlerweile als alte Bekannte begrüßt werden und die Getränke fast schon auf dem Tisch standen. So saßen wir alle noch lange gemütlich beisammen.

Es bleibt nun zu wünschen, dass diese Atmosphäre auf alle Lehrgänge und Wettkämpfe in diesem Jahr ausstrahlt, und möglichst viele, die durch Dojo-, Bundes- und Kampfrichterlehrgänge sowie Wettkämpfe gebotenen Möglichkeiten nutzen können und es auch tun werden.

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© 2017 Michael Surkau