Medaillenregen für das deutsche Team
Donnerstag, den 02. Juni 2011 um 06:15 Uhr

Ein Teil des erfolgreichen deutschen Nationalteams bei der SiegerehrungMit großer Spannung war das Team des S.K.I.D. bei der zwölften Europameisterschaft des S.K.I.E.F. gestartet und stand am Ende in einem kleinen Medaillenregen.
Nach drei Tagen voller Wettkämpfe lautete die Bilanz des deutschen Nationalteams drei Mal Silber und drei Mal Bronze.

Erfolgreichster deutscher Starter war dabei Marco Wäger, der Vize-Europameister im Kata-Einzel (30 – 39 Jahre) und dritter mit dem deutschen Kata-Team wurde.

Die größte Überraschung gelang Richard Röseler, der im Kumite bis 65 Kg den zweiten Platz belegte und sich somit für das Grand Champion-Turnier qualifizierte.


Richard Röseler bei der SiegerehrungBei seinem ersten Einsatz im S.K.I.D. Nationalteam kämpfte sich der Dresdener Richard Röseler im Kumite bis 65 Kg auf den zweiten Platz vor. In spannenden Kämpfen setzte er sich ohne Probleme durch und dominierte seine Gegner. Durch den zweiten Platz erhielt er einen Startplatz im Grand Champion Wettbewerbs. Bei diesem Turnier starten die ersten Drei der einzelnen Gewichts- und Altersklasse gegeneinander und kämpfen um den Titel Grand Champion. Seit vielen Jahren war er der erste deutsche Karateka, dem dieses Kunststück gelang. Verletzungsbedingt musste er kurz vor Beginn des Turniers seinen Start absagen.

Marco Wäger, der Teamkapitän, darf sich ebenfalls Vize-Europameister nennen. Mit seiner Interpretation der Kata Nijūshiho sammelte er fleißig Punkte bei den Kampfrichtern. Dritter Platz für das Kata-TeamAm Ende fehlte nur ein Zehntel zum ersten Platz. Die Platzierung bei den 30 bis 39 Jährigen war aber Motivation genug für den Team-Wettbewerb, bei dem er mit Andy Schnirel und Roman Gerolt an den Start ging.
Andy Schnirel schaffte am Tag zuvor mit Marco Wäger den Sprung in die Runde der letzten Acht des Einzelwettbewerbs und belegte den sechsten Platz.
Besser konnten die Vorzeichen für den Teamwettbewerb gar nicht sein. Nach der Darbietung der Kata Bassai Dai und Nijūshiho musste das deutsche Kata-Team lediglich Österreich und Ungarn den Vortritt lassen.

Hannes Röseler, der die letzten nationalen Meisterschaften des S.K.I.D. dominiert hatte, ging mit ebenso ambitionierten Zielen an den Start. In das Finale des Kata-Einzel-Wettbewerbs zog er souverän ein. In den verschiedenen Vorrunden stimmte kein Kampfrichter gegen ihn, so dass er als einer der Favoriten in die Endrunde ging. Hier zeigten die acht Finalisten fast ausnahmslos Unsu, die unterschiedlicher kaum ausfallen konnten. Hannes Röseler konnte sich nach der Vorrunde im Finale nochmal steigern und belegte am Ende den dritten Platz.
Bereits am Freitag hatten die Starter der Master-Kategorien den Medaillenregen eröffnet. Eine silberne Medaille steuerte das Kata-Team um Roy Richter bei. Zusammen mit Tilo und Mario Wolf konnten sie mit Kata Sochin das ukrainische Team ausstechen und mussten sich nur den schweizer Kata-Spezialisten geschlagen geben. Im Kumite-Team erreichten Roy Richter, Peter Wimmer und Tilo Wolf zudem den dritten Platz.

Einen großen Verdienst an den zahlreichen Platzierungen, und den insgesamt guten Abschneiden der Starter hatte Teamcoach Antonio Ceferino, der während der drei Turniertage jeden einzelnen Starter betreute und motivierte. Dies zeigte sich beispielsweise beim Team-Kumite.

Während die Frauen nach sehr guten Fights gegen den späteren Europameister Rumänien ausschieden, konnten die Herren lange Zeit gut gegen die Herren mithalten und unterlagen erst am Ende mit 2:3.
Den deutschen Erfolg komplettierten die Kampfrichter. Durch seine guten Leistungen wurde Eugen Landgraf mit der Leitung der Finalkämpfe des Team-Kumite-Wettbewerbs betraut. Eine Aufgabe, die der Aalener souverän löste und somit für faire und spannende Kämpfe sorgte.


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