Sommerlehrgang des S.K.I.D. in Auerbach
Mittwoch, den 12. August 2009 um 08:09 Uhr

Rund zweihundert Karateka aus Deutschland, Spanien und der Schweiz nahmen am diesjährigen Sommergasshuku des S.K.I.D. teil. So bunt und vielfältig das Teilnehmerfeld, das Training und das Rahmenprogramm auch war, ließen sich am Ende des Trainingslagers alle Meinungen auf die folgende Schlagwörter reduzieren: „Super Training, gelungene Atmosphäre und prima Organisation“.
 Zum dritten Mal trafen sich die Karateka des S.K.I.D. unter der Leitung von Bundestrainer Akio Nagai Shihan, 8. Dan, zum Sommergasshuku in Auerbach. Als Gasttrainer folgte Murakami Sensei, 6. Dan, der Einladung des Bundestrainers. Neben den beiden japanischen Karategrößen durften die deutschen Karateka Eugen Landgraf, 6. Dan, , Reinhard Nawe, 6. Dan, und Antonio Ceferino, 5. Dan, nicht fehlen. Alleine das diesjährige Trainerteam versprach anspruchsvolle, anstrengende, aber vor allem auch qualitativ hochwertige Karatestunden, bei denen man neben bewährten Techniken ebenso neue Impulse für das persönliche Training lernen und üben konnte.

Die Trainingseinheiten konzentrierten sich, wie man es im S.K.I.D. gewohnt ist, vor allem auf die korrekte Ausführung der Kihon-Techniken. Anschaulich erklärte Murakami Sensei in der jeweils ersten Trainingseinheit des Tages jedes Detail einer Bewegung, um diese und die darauf aufbauende Technik schnell, korrekt und kraftvoll auszuführen.
Zur zweiten Trainingseinheit wurden verschiedene Gruppen gebildet, um das Training auf den jeweiligen Kenntnisstand der einzelnen Gruppen abzustimmen. Hierbei schafften es die Trainer genau die Linie zwischen Altbewährten und Neuen zu ziehen, denn ein Sommergasshuku soll nebernder Vertiefung bekannter Techniken auch dazu dienen Elemente des Karate zu üben, welche nicht regelmäßig im Dojo geübt werden.

Die Highlights auf einem Sommergasshuku sind jedoch die Danprüfungen. Die besondere Atmosphäre des Gasshuku, die Motivation der Prüflinge und nicht zuletzt die strengen Augen des Prüfungskomitees tragen dazu bei, dass bei diesen Prüfungen jeder Kandidat sein Bestes gibt. 21 Karateka stellten sich in diesem Jahr den Prüfungen. 14 Karateka zum Shodan, sechs zum Nidan und jeweils ein Prüfling zum San und Yondan.
Nachdem die Prüflinge ihr Können im Kihon und in den Kataabläufen unter Beweis gestellt hatten, bildeten die Freikämpfe den krönenden Abschluss. Nach kurzer Beratung war es soweit und alle Prüflinge konnten stolz ihre bestandene Prüfung feiern.

Neben der Organisation der Unterkünfte und der Trainingshalle waren alle anderen Events ebenfalls hervorragend organisiert und gestaltet. Die Dojo konnten sich beispielsweise am Samstag in einem Vergleichskampf messen, bei dem jedes Dojo sein Können im Staffellauf, Bierbankhalten und Bungee-Running unter Beweis stellen musste. Am Ende entschied ein Karaoke-Contest im Rahmen der Gasshuku-Fete zwischen den Dojo Edo Berlin, Edo München und Otomo Zittau. Den lautesten Applaus bekam das Dojo Edo München und konnte den Dojo-Vergleich in diesem Jahr für sich entscheiden.

Jörg Nagler, seit Anfang des Jahres Leiter des Dojo Takeda Auerbach, zeigte sich erfreut über die vielen positiven Rückmeldungen seitens der Teilnehmer und über die Zusammenarbeit seines Teams, welches die vier ereignisreichen Tage im Waldpark Grünheide erst möglich machte. Im kommenden Jahr findet das Sommergasshuku in Freudenburg /Rheinland Pfalz statt.

  MOOFL180208
© 2017 Michael Surkau