Dojo Edo räumt auf der DM ab
Montag, den 10. November 2008 um 20:10 Uhr

Bei der 33. Deutschen Meisterschaft verwiesen die Starter des Dojo Edo die zahlreichen Konkurrenten aus ganz Deutschland eindeutig auf die Plätze. Durch die richtige Mischung aus Erfahrung und Kampfgeist konnten die Karateka aus Berlin und München, sowohl bei den Herren als auch bei den Damen, den ersten Platz in sämtlichen Kategorien der Deutschen Meisterschaft erkämpfen. Damit gelang das Kunststück insgesamt sieben Mal Gold für ein Dojo zu gewinnen. Eine sensationelle Bilanz, die es in einer solchen Eindeutigkeit schon lange nicht mehr gab.

Marco Wäger und Dana Raczynski dominierten fast nach Belieben in den Einzelkategorien. Beide sicherten sich im Kata- und im Kumitewettbewerb den ersten Platz und zeigten damit, dass eine Spezialisierung auf eine Wettkampfform nicht notwendig ist. Im Katafinale der Damen erzielte Dana Raczynski ein komfortables Polster von 0,4 Punkten auf die zweitplatzierte Nicole Eltzsch. Ihr Freund Marco Wäger ließ hingegen im Kumite nichts anbrennen und musste nur im Finale gegen Edzard Haschka aus Aalen eine Wertung gegen sich verbuchen.

[Ergebnisliste]

 Bei den Mannschaftsdisziplinen der Herren setzte sich das Team Edo, bestehend aus Marco Wäger, Roman Gerolt und Andy Schnirel im gemischten Kata-Teamwettbewerb gegen das Team des Dojo Kamakura durch. Im Kumite schlugen sie die Mannschaft des Dojo Shimazu klar nach Punkten.

Bei den Damen holte Dana Raczynski ebenfalls im Kumiteteam ihr drittes Gold an diesem Tag. Zusammen mit Nicole Eltzsch und Janine Teichgräber ging sie für das Dojo Otomo Zittau an den Start und konnte mit ihren beiden Nationalmannschaftskameradinnen souverän einen Sieg nach dem Anderen verbuchen. Erst wenige Minuten zuvor hatten die drei Damen im Kata- und Kumitefinale gegeneinander gekämpft.

Bevor die letzten Wettkämpfe entschieden waren, konnten bereits zahlreiche Gewinner im Rahmen der Nachwuchsmeisterschaft ermittelt werden. Rund 120 Starter aus dem Bundesgebiet traten in den gewohnten Altersklassen an, um sich im Kata und Kumite zu messen, und durch die vielen Kampfrichter bewerten zu lassen. Hierbei lagen Triumph und Frust eng beisammen, da oftmals viele Trainingseinheiten im Jahr als Vorbereitung für diese Meisterschaft absolviert wurden. So erinnerte der S.K.I.D. Geschäftsführter Eugen Landgraf bei der Begrüßung der Starter am Samstagmorgen daran, dass „die DM für alle Karateka immer noch das Highlight im Jahr ist und das dadurch spannende aber auch faire Kämpfe garantiert sind“. Wie sich zeigen sollte, behielt er recht. Nicht nur im Kumite wurden spektakuläre oder kampfbetonte Begegnungen absolviert, auch die Katafinale boten sehenswerte Leistungen. Beispielsweise zeigten die drei Finalisten der Deutschen Meisterschaft die Kata Unsu und erschwerten dadurch den Kampfrichtern bei der abschließenden Bewertung die Entscheidung.

Erfreulicherweise haben sich die vor zwei Jahren eingeführten Seniorenkategorien mittlerweile etabliert. Hier konnte Andreas Hermann wie im Vorjahr den ersten Platz im Katawettbewerb erzielen. Im Kumite unterlag der Leiter des Takedadojo Auerbach nach einem taktisch geprägten Kampf Sven Zitzmann aus dem Dojo Taira Schwäbisch Gmünd.

Ein Kompliment gebührt dem Dojo Kamakura um Reinhard Nawe Sensei, welches einmal mehr nach 2002 eine DM nahezu perfekt ausrichtete. Die Sporthalle der Bundeswehr erfüllte einmal mehr die Erwartungen der Wettkämpfer, Kampfrichter und Zuschauer, so dass man sich manchmal wünschen würde, dort jedes Jahr eine DM ausrichten zu können.

 

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© 2017 Michael Surkau