Sommergasshuku in Neuburg
Dienstag, den 31. Juli 2007 um 15:15 Uhr

Mehr als 180 Karateka aus allen Regionen Deutschlands sowie Gäste aus der Schweiz folgten vier Tage dem Unterricht dreier japanischer Großmeister und verschiedener deutscher Danträger beim diesjährigen Sommergasshuku des S.K.I.D. in Neuburg an der Donau.
Bundestrainer Akio Nagai Shihan hatte mit Wada Sensei sowie Murakami Sensei zwei wohlbekannte Karatelehrmeister aus Tokio eingeladen, die von den deutschen Eugen Landgraf, Reinhard Nawe, Uwe Borsody (jeweils 6. Dan) sowie Antonio Ceferino (5. Dan) tatkräftig bei der Gestaltung der verschiedenen Trainingseinheiten unterstützt wurden.

Anstrengende Tage – lehrreiche Tage

Die technischen Grundlagen des traditionellen Shotokan Karate wurden durch die japanischen Großmeister mit immer neuen Trainingsmethoden vermittelt und bildeten das Grundgerüst für die viele Trainingseinheiten, die entweder von Bundestrainer Nagai Shihan oder Murakami Sensei geleitet wurden. Beide legten viel Wert auf ordentlich ausgeführte Kihontechniken, deren mangelnder Einsatz von Kime oftmals mit zusätzlichen Wiederholungen „belohnt“ wurde. Durch die vielfältigen Kombinationen, neue Partnerübungen und die packende Atmosphäre in der Halle hatte jeder Teilnehmer anstrengende sowie lehrreiche Tage am erlebt, wie es Dojoleiter Ralf Köchl am Sonntag treffend formulierte.

You are strong – but not flexible

Die Träger des 8. – 1. Kyu wurden im Verlauf des Gasshukus mehrfach von hohen deutschen Danträgern trainiert. Seit mehreren Jahrzehnten trainieren diese unter Nagai Shihan und begleiten ihn auf dem Weg des traditionellen Shotokan Karates. Nur zur gerne gaben sie ihre Erfahrung an den Nachwuchs weiter, und gewährten einen tiefen Einblick in ihr reichhaltiges Können.
Derweil stand bei den Danträgern nicht nur das Können der Techniken im Vordergrund, sondern vielmehr die Verbindung von zwei Techniken mittels Kime, Rhythmus, Geschwindigkeit und Atmung.
Schon am ersten Tag bemerkte Murakami Sensei lapidar: „You are strong, but not flexible“. Dementsprechend legte Murakami Sensei in den folgenden Tagen viel Wert auf Schnelligkeit und möglichst kurzem Einsatz von Kime.

Während sich die japanischen Instruktoren und ihre Helfer um die Trainingsgestaltung kümmerten und den anwesenden Karateka viel Wissenswertes auf ihrem Weg des Karate mitgaben, kümmerte sich das Dojo Kiyomasa um das Wohl der Teilnehmer. Dojoleiter Ralf Köchl und sein Team hatte weder Kosten noch Aufwand gescheut, um das Gasshuku perfekt zu organisieren. So wird das diesjährige Sommerlager des S.K.I.D. nicht nur wegen der Trainingseinheiten in Erinnerung bleiben, sondern auch wegen der Organisation und dem Wetter. Erst zum Ende des Sommergasshukus zeigten sich die ersten Regenwolken am Himmel.

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© 2017 Michael Surkau