Kadertraining beendet Sommerpause
Montag, den 04. September 2006 um 17:39 Uhr

Mit der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse endete am Sonntagmittag in Freudenburg der erste Lehrgang nach der Sommerpause. Während die Mitglieder des Dojo Uesugi Kenshin ihre Prüfungsergebnisse feierten und sich auf ihr Zuhause freuten, blieben 15 Mitglieder des Nationalkaders noch einen Moment länger in der Halle, packten ihre sieben Sachen, und ließen kurz die vergangenen Tage Revue passieren. Vier Tage hatte man in der Sporthalle der Grundschule Freudenburg verbracht; zusammen geschwitzt, gelitten, sich motiviert und ausgeruht. Alles für das eine Ziel: Eine erfolgreiche WM in Tokio, die nunmehr in nur zwei Monaten stattfinden wird.

 

Das Nationalteam wurde bereits am Donnerstag um 16:00 Uhr in Freudenburg von Nagai Shihan, Eugen Landgraf Sensei sowie Lothar Müller Sensei erwartet. Immerhin 15 der 22 nominierten Karateka folgten dem Ruf ihres Bundestrainers und fanden in Freudenburg ideale Voraussetzungen für ein Kadertraining.
Für die organisatorischen Aspekte sowie Verpflegung und Unterkunft war Lothar Müller in Zusammenarbeit mit dem Vorstand des SV Freudenburg zuständig. So konnte sich Nagai Shihan auf das Training konzentrieren. Dabei wurde er von Eugen Landgraf Sensei unterstützt, der seine Erfahrung gerne an das diesjährige Nationalteam weitergab.
Während der Trainingseinheiten kam das große Ziel WM immer näher. Gegenseitige Motivation und Höchstleistungen der Karateka waren selbstverständlich im Umgang miteinander.
Die Schwerpunkte im Jiyu-Kumite wurden auf Reaktion und Taktik gelegt. Dem Kader wurde immer und immer wieder bewusst gemacht, dass unnötige Techniken zu vermeiden sind und nur konsequente Angriffe oder Kontertechniken zum Erfolg führen. Zur Gewöhnung wurde erstmals mit Faustschützern trainiert, die auf der WM Pflicht sind.
Richtiges Timing, aktive Bewegungen, Synchronität und Ausstrahlung waren hingegen beim Katatraining gefragt. Spezielles Training durfte für die Kata-Mannschaft nicht fehlen. Hier machte sich bei den Männern der fehlende dritte Mann bemerkbar. In den vier Tagen wurden verschiedene Kombinationen für die Kata-Mannschaft durchprobiert.
Die Damen hingegen konnten sich perfekt aufeinander einstellen. Schon nach einigen Stunden stellten sich bei Dana Raczinski, Helene Gromut und Julia Wehnert erste Erfolge ein, die für die WM hoffen lassen.
Die Teilnahme am Wochenendelehrgang in Freudenburg gehörte ebenso zur Pflicht wie das morgendliche Joggen. Trotz der vorangegangenen anstrengenden Tage gönnte Nagai Shihan seinen Schülern keine Pause und verlangte während des Lehrganges die gleichen Höchstleistungen wie an den Tagen zuvor.

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© 2017 Michael Surkau