WM in Tokio
Sonntag, den 05. November 2006 um 17:41 Uhr

 

Am Ende der 9. S.K.I.F. Weltmeisterschaft hatte das deutsche Nationalteam wenig Fassbares in der Hand. Einzig die Katamannschaft der Damen schafften den Sprung in das Finale und belegten dort den siebten Platz. Für weitere Lichtblicke sorgten unter anderem Patrick Kowalewski, Marco Wäger, Helge Weiselowski und Stefanie Heimann, die im Kumite erst im jeweiligen Poolfinale ausschieden und damit eine Teilnahme am Finale am Sonntag knapp verpassten.

Mit insgesamt 22 Startern war die Deutsche Nationalmannschaft mit vielen Fans am 31. Oktober nach Tokio aufgebrochen, um dort mit über 1600 anderen Karatekämpfern aus 69 Nationen um die Titel zu kämpfen. Die WM fand über drei Tagen im Tokio Metropolitan Gymnasium statt. Eine denkwürdige Stätte, denn dort hatte Hirokazu Kanazawa mit dem Sieg seines ersten Titels seine unvergleichbare Laufbahn begonnen.
Die deutsche Katamannschaft der Damen mit Dana Raczynski, Julia Wehnert und Helene Gromut schafften auf ihrem ersten internationalen Turnier mit der Kata Chinte den Sprung unter die ersten 8 Mannschaften und sicherten sich dadurch die Teilnahme am Finale. Am Sonntagmorgen eröffneten die Damen das Finale des Wettbewerbes. Aufgrund der Regeln für diese Kategorie war es dem Team nicht erlaubt dieselbe Kata vom Vortag zu zeigen. Mit der Kata Jion erkämpften sie sich trotzdem den 7. Platz. Die gezeigten Leistungen lassen viel Erhoffen für das junge Team, die erst seit einiger Zeit in dieser Konstellation trainieren.
In der Kategorie Kata Einzel starteten aus deutscher Sicht Heidi Metzger, Dana Raczynski, Nicole Genz, Marco Wäger, Hannes Röseler, Jörg Kämmer und Michael Pretzsch, die einige Duelle klar für sich Entscheiden konnten. Für alle war jedoch vor dem Halbfinale Schluss.
Ein ähnliches Bild zeigte sich im Kumite. Hier konnten Karin Bonsack, Nicole Eltzsch, Nicole Genz, Edzard Haschka, Jörg Kämmer, Alexander Kreiser, Georg Maniotis, Hannes Röseler, Michael Surkau, Janine Teichgräber, Fabian Weber-Heck, zwar einige Punkte für sich verbuchen. Am Ende stand jedoch ebenso das Aus in den Vorrunden.
Die Kumitemannschaft der Damen und der Herren mussten ebenfalls in der ersten Runde die Segel streichen. Die Damen unterlagen dem späteren Vizeweltmeister Taiwan deutlich. Die Herren schieden denkbar knapp gegen die Schweiz aus.
Nach der Weltmeisterschaft stand für die 54 köpfige Reisegruppe aus Deutschland eine Reise quer durch den Südwesten von Japan an. Neben Kyoto, Hiroshima, Beppu und Nagasaki gab es genug Gelegenheiten Sehenswürdigkeiten in Nara, Osaka, Himeji und Miyajima zu besichtigen. Für alle Teilnehmer an dieser zwei Wochen langen Reise war es eine schöne Erfahrung und Gelegenheit die Menschen und die Kultur Japans kennenzuleren.

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© 2017 Michael Surkau