Deutsche Meisterschaften 2003 in Oberkochen
Mittwoch, den 15. Oktober 2003 um 16:48 Uhr

Hochklassige und spannende Wettkämpfe boten die Teilnehmer der 28. Deutschen Meisterschaft und Nachwuchsmeisterschaft in Oberkochen. Zum ersten Mal seit fünf Jahren wurden der Nachwuchswettbewerb und die Kämpfe um die Deutsche Meisterschaft wieder am gleichen Tag ausgetragen, was sich positiv auf die Stimmung und Zuschauerzahlen auswirkte, so dass die Tribünen bis zum Ende voll besetzt waren.

Nach der Begrüßung durch den Leiter des ausrichtenden Dojos Tesshu, Antonio Ceferino, und der Begrüßung der Athleten durch den Bürgermeister der Stadt Oberkochen, sowie die zweite Vorsitzende des TSV Oberkochen, eröffnete Bundestrainer Akio Nagai Shihan die Wettkämpfe. Auf dem Plan standen zunächst die Wettbewerbe des Nachwuchses, die von den ganz Kleinen begonnen wurden. Schon hier wurde das hohe technische Niveau der angetretenen Karateka deutlich und zog sich durch den ganzen Verlauf. Den Abschluss der Nachwuchsmeisterschaft bildeten wie gewohnt die Kumitemannschaften der Herren. Den Titel in dieser Kategorie erkämpften sich dieses Jahr die Karatekas des Dojo Taira, Wetzgau.

Nach einer kurzen Pause begannen die Vorrunden der Deutschen Meisterschaft, in denen sich die Athleten für den Einzug in die Finalrunden am späten Nachmittag qualifizieren mussten. Nur wer hier schon alles gab, hatte die Chance weiter zu kommen und so erlebten die Zuschauer packende Kämpfe um die wenigen Plätze im Finale.

Vor den Finals stand noch einmal der Nachwuchs im Rampenlicht, denn nun ging es an die Siegerehrung. Nagai Shihan überreichte den stolzen Siegern und Platzierten die Pokale und gratulierte zu den guten Leistungen. Danach zeigten die besten Sportler des heutigen Tages noch einmal Topleistungen. Das Katafinale der Frauen gewann Claudia Müller, Dojo Edo Berlin, vor Anke Lippmann, Torii Dresden und Nicole Eltzsch, Kashiwa Großenhain. Bei den Herren brillierte Marko Wäger, ebenfalls Dojo Edo Berlin, mit seiner Gojoshiho-Dai und verwies Ralf Englert, Edo Berlin und Manuel Ceferino, Tesshu Oberkochen auf die Plätze.Wäger zeigte besonders viel Kampfgeist, da er kurz zuvor, auf Grund einer Verletzung am Kinn, genäht werden musste, sich aber nicht von der Finalteilnahme abhalten ließ. So war er ebenfalls im Kampf um den Titel des Deutschen Meisters im Kumite vertreten und stand Gerolf Thamm, Dojo Torii Dresden gegenüber. In einem mitreißenden Kampf schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts und hatten beide schon einen Wazaari erkämpft, als Thamm sich den entscheidenden Punkt mit einem blitzschnellen Mae-Geri und damit den Titel holte. Das Damenfinale dominierte Karin Bonsack, Edo Berlin, die ihrer Gegnerin Sabrina Wedekind, Kamakura Warendorf, nicht den Hauch einer Chance ließ. Mit zwei präzisen Zukis war ihr der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Die diesjährige Dominanz der Berliner setzte sich auch in den Kumitemannschaftsfinals fort. Bei den Damen konnten die Berlinerinnen Nicole Genz Karin Bonsack und Claudia Müller ihre Gegnerinnen aus Wetzgau in die Schranken verweisen. Im letzten Fight des Tages traten die Herrenmannschaften aus Berlin und Oberkochen an. Nach Punkten stand es 1:1, so dass der dritte und letzte Kampf entscheiden musste. Hauchdünn schaffte es der Berliner Kämpfer hier sein Gegenüber zu distanzieren und seinem Team den Titel zu sichern.

Damit war ein ereignisreicher Wettkampftag beendet, der durch das Dojo Tesshu und seine vielen Helfer perfekt organisiert war. Auch die zahlreichen Zuschauer verließen zufrieden die Halle, nachdem sie einem hochklassigen und immer spannenden Turnier beigewohnt hatten.

In der downloadbaren Excel-Datei findet ihr alle Ergebnisse und Resultate.

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© 2017 Michael Surkau